Lebensmittel wegschmeißen ist immer ärgerlich. Doch darf man Kartoffeln, die bereits angefangen haben zu keimen, noch essen?
Solanin in keimenden Kartoffeln
Beim Keimvorgang entsteht in der Kartoffel der leicht giftige Stoff Solanin. Dieser ist auch in Tomaten und anderen Nachtschattengewächse vorhanden.
Solanin ensteht auch in grünen Kartoffeln. Daher sollten grüne Stellen großzügig herausgeschnitten werden.
Keimende Kartoffeln verzehren, wenn…
Wenn die Keime weniger als 1 cm lang sind, kann die Kartoffel ohne Probleme noch verzehrt werden können. Sind die Keime länger, solltest Du auf den Verzehr verzichten.
Außerdem solltest Du darauf achten, dass die Kartoffel noch fest ist. Wenn sie schrumpelig und weich ist, solltest Du auch auf den Verzehr verzichten.
Die Folgen bei einer zu hohen Konzentration von Solanin wären unter anderem gereizte Schleimhäute, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen.
Kleiner Tipp: Falls Du einen Garten oder Balkon hast, kannst Du die keimende Kartoffel einpflanzen und Dir Deine eigenen Kartoffeln anbauen. So musst Du sie nicht wegschmeißen. : )
Warum braucht die Kartoffel Solanin?
Solanin ist die Bezeichnung der 2 beiden Glycoalkaloide der Kartoffel – α-Solanin und α-Chaconin.
Glykoalkaloide werden zur Abwehr von Schädlingen und zum Schutz vor Fraßfeinen genutzt.
Da Glykoalkaloide hitzebeständig sind, sollte man keine grünen Kartoffeln oder Kartoffeln, die schon zu lange Keime ausweisen, verzehren.
Fazit
Keimende Kartoffeln kann man verzehren, solange die Keime nicht länger als ca. 1 cm sind und man diese vorher entfernen. Die Kartoffel sollte noch fest und nicht schrumpelig sein.






