- Dürfen Hunde rohe Kartoffeln essen?
- Dürfen Hunde gekochte Kartoffeln essen?
- Welche Vorteile haben Kartoffeln für Hunde?
- Kartoffeln, gesunde Kohlenhydrate für Hunde
- Kartoffel, die Alternative zu Getreide
- Ausschlussdiät: Die Kartoffel als alternative Energiequelle
- Dürfen Welpen Kartoffeln essen?
- Dürfen Hunde Kartoffelbrei essen?
- Häufige Fragen – Kurz und bündig
Zugegeben: Kartoffeln sind nicht unbedingt die Nummer eins auf dem Speiseplan des Hundes. Dennoch füttern viele Hundebesitzer ihre Vierbeiner gerne mit der reichhaltigen Knolle. Aus gutem Grund: Die Kartoffel ist schließlich ein echtes Mineral- und Ballaststoffbündel. Noch dazu kann sie mit Vitaminen, Kalzium, Magnesium und Kalium dienen. Nur was sagt der Hundemagen zu dem „Wundergemüse“? Gehen wir der Frage auf den Grund: Dürfen Hunde Kartoffeln essen?
Dürfen Hunde rohe Kartoffeln essen?
Die Antwort ist eindeutig: Nein. Rohe Kartoffeln sind auf dem Speiseplan des Hundes tabu. Vor dem Genuss musst Du das Gemüse gründlich abkochen.
Der Grund: In der rohen Schale der Kartoffel verbirgt sich Solanin. Hierbei handelt es sich um einen Giftstoff, der Deinem besten Freund nicht wohl bekommt. Ganz im Gegenteil: Häufig löst Solanin beim Hund Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Krämpfe aus. Hinzu kommen Müdigkeit, Erschöpfung und Benommenheit.
Besonders bedenklich: Bei übermäßigem Verzehr von rohen Kartoffeln leidet sogar die Gehirnfunktion des Vierbeiners.
Dürfen Hunde gekochte Kartoffeln essen?
Von rohen Kartoffeln ist bei Hunden dringend abzuraten. Anders sieht es bei gekochten Kartoffeln aus. Dann darf sich Dein Vierbeiner das Gemüse guten Gewissens schmecken lassen. Beim Erhitzen verliert der Giftstoff Solanin seine Wirkung. Ab sofort ist der Verzehr problemlos möglich. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel oder Durchfall sind bei gekochten Kartoffeln die Ausnahme.
Für Hunde sind Kartoffeln in gegarter Form das ideale Futter. Schon nach einer kurzen Kochzeit von rund 20 Minuten sind sie eine kleine Wohltat für den sensiblen Hundemagen.
Welche Vorteile haben Kartoffeln für Hunde?
Auf die Frage „Dürfen Hunde Kartoffeln essen?“ antworten wir mit einem klaren „Ja“. Denn Kartoffeln sind kulinarische Multitalente – sowohl für uns Menschen als auch für unseren besten Freund, den Hund. Und das kann das Gemüse für unseren Vierbeiner tun:
- eine Wohltat für die Verdauung: Gerade für den empfindlichen Hundemagen eignen sich gegarte Kartoffeln ausgezeichnet – vor allem bei Übelkeit und Erbrechen. Sie sind nicht nur leicht zu verdauen, sondern haben auch noch eine beruhigende Wirkung auf den gereizten Magen. Insbesondere als Püree schmecken sie Deinem Liebling ganz hervorragend.
- ideal bei Allergien: Kartoffeln sind reich an Kohlenhydraten und Proteinen. Hat Deine Fellnase zum Beispiel mit einer Getreideallergie zu kämpfen, bieten sich Kartoffeln als nahrhafte, wohl bekömmlich Alternative an.
- leckerer Zusatz für trächtige Hündinnen und Welpen: Ihnen tut die Flut an Kohlenhydraten ganz besonders gut.
Kartoffeln, gesunde Kohlenhydrate für Hunde
Mit Kartoffeln sichert sich Deine Fellnase gesunde Kohlenhydrate. Denn das vielseitige Gemüse hat vergleichsweise wenig Kalorien, sorgt aber trotzdem für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Besonders lobenswert sind die vielen Ballaststoffe in der Kartoffel. Die unverdaulichen Nahrungsmittelbestandteile gelten als milder Verdauungs-Booster. Sanft bringen sie den Magen-Darm-Trakt in Schwung.
Kartoffel, die Alternative zu Getreide
Nahezu alle Getreidearten enthalten Gluten. Doch nicht jeder Vierbeiner verträgt Gluten. Leidet er an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), machen ihm Getreideprodukte schwer zu schaffen. Übelkeit, Erbrechen und Erschöpfung sind nur einige wenige Symptome.
Da kommt die Kartoffel gerade recht. Da das Nachtschattengewächs frei von Gluten ist, darf sie Deine Fellnase ohne gesundheitliche Bedenken genießen.
Ausschlussdiät: Die Kartoffel als alternative Energiequelle
Bei einer Ausschlussdiät wollen Hundehalter bestimmte Unverträglichkeit ihres Tieres feststellen. Hierzu verfütterst Du über einen begrenzten Zeitraum hinweg ausschließlich eine einzige Proteinsorte.
Meist stützt man sich auf ein Protein, das bislang nicht in den Speiseplan des Hundes integriert ist – zum Beispiel auf Ziegen- oder Pferdefleisch. Als Beilage eignet sich die Kartoffel. Als neutrales Kohlenhydrat schenkt sie Deinem Vierbeiner die Energie, die er für seinen Alltag benötigt.
Dürfen Welpen Kartoffeln essen?
Für Welpen sind Kartoffeln eine kostbare Energiequelle. Zuverlässig füllt das energiereiche Nachtschattengewächs die Kalium-, Kalzium-, Magnesium- und Vitaminspeicher der Hundebabys auf.
Doch Vorsicht: Rohe Kartoffeln haben auf dem Ernährungsplan der jungen Hunde nichts zu suchen. Denn das enthaltene Solanin wirkt sich schnell negativ auf die Verdauung oder sogar die Gehirnfunktion aus. In gekochter Form aber darfst Du Deinem Welpen bedenkenlos Kartoffeln verfüttern.
Dürfen Hunde Kartoffelbrei essen?
Kartoffelbrei gilt als ideales Hundefutter. Aus gutem Grund: Dank der weichen Textur ist das Püree besonders leicht und schnell verdaulich. Selbst bei besonders wählerischen Vierbeinern steht es damit hoch im Kurs. Nicht ohne Grund darf Kartoffelbrei nicht als glutenfreie Gemüsebeilage auf dem Ernährungsplan von futtersensiblen Fellnasen fehlen.
Häufige Fragen – Kurz und bündig
Kartoffeln sind für Hunde ausgesprochen gesund – allerdings nur gekochte Kartoffeln. Sie sind reich an Vitaminen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Hinzu kommen die vielen Mineral- und Ballaststoffe in dem Nachtschattengewächs. Ein weiteres Plus: Kartoffeln sind glutenfrei. So können sie sich auch Gluten-Allergiker schmecken lassen.
Die ideale Kochzeit liegt bei 20 Minuten. Am besten schälst Du drei bis vier mittelgroße, mehlig kochende Kartoffeln für Deine Fellnase, schneidest sie in kleine Würfel und gibst sie in kochendes Wasser. Nach rund 20 Minuten ist der Giftstoff Solanin weitgehend abgetötet und das Kartoffelgericht serviertbereit.
Ein- bis dreimal pro Woche darfst Du Deinen besten Freund mit gekochten Kartoffeln verwöhnen. So empfehlen es zumindest die meisten Tierärzte. Doch Achtung: Mehr als drei Kartoffelmahlzeiten pro Woche sind mit Vorsicht zu genießen. Schließlich soll das „Wundergemüse“ nicht täglicher Bestandteil des Speiseplans werden.
Zunächst schälst Du die Kartoffeln.
Anschließend beseitigst Du alle grünen Stellen.
Auch die Partien rund um Austriebe herum solltest Du vor dem Servieren entfernen.
Nun gibst Du die geschälten Kartoffeln in das kochende Wasser.
Nach 20 Minuten Kochzeit kommt das Gemüse aus dem Topf.
Ein klares Nein, Kartoffelschalen sind nicht für Deine Fellnase geeignet. Denn genau hier sowie direkt unter der Schale befindet sich das meiste Solanin. Und dieser Giftstoff bekommt Deinem Liebling ganz und gar nicht. Nicht ohne Grund heißt es vor dem Verzehr „schälen, schälen, schälen„.






